Niederglykämisch

niedrig glykämisch

Ist die französische Bezeichnung für "low-glycemic" geeignet? Der Pfälzer Heuschnabel kann daher als schwach glykämisch eingestuft werden. mw-headline" id="Bestimmung">Bestimmung[[Edit source code]>> Die Glykämiezahl (GI) ist ein Mass für die Auswirkung eines Kohlenhydrat-haltigen Nahrungsmittels auf den Blutzuckergehalt. Ähnlich ist der Insulinindex, der den Insulinspiegel anstelle des Blutzuckers wiedergibt. In den 80er Jahren wurde der Ausdruck glykämischer Index als Teil der Diabetesforschung entwickelt.

Die Glykämiezahl gibt in Ziffern die blutzuckererhöhende Auswirkung von Kohlenhydraten oder Nahrungsmitteln an.

Als glykämischer Wert wird der Quotient der Fläche (mathematisch: das Integral) unter der Blutzuckerlinie während der ersten zwei Std. nach dem Verzehr der Mahlzeit angegeben. Allerdings haben Nahrungsmittel, die Kohlenhydrate enthalten, die einen raschen und starken Zuwachs an Blutzucker verursachen, nicht unbedingt einen höheren Blutzuckerindex. Sinkt der Zuckerspiegel nach dem raschen, starken Ansteigen rasch ab, kann der Wert trotz des kurzfristig erhöhten Blutzuckers niedrig sein.

Nahrungsmittel, nach denen der Blutzucker leicht oder allmählich ansteigt, haben nicht unbedingt einen geringen Blutzuckerwert. Wenn der kleine Anstieg lange anhält, kann der Wert noch hoch sein. Um eine verlässliche Aussagen über die Auswirkung eines Nahrungsmittels auf den Blutzuckerwert einer bestimmten Person zu treffen, ist daher das Blutzuckerspiegeldiagramm entscheidend und weitaus aussagefähiger als der Indikator.

Nahrungsmittel mit einem GI-Wert über 50 sind schlecht, zwischen 35 und 50 sind gut und mit einem GI-Wert unter 35 sehr gut. Die sogenannte Glykämiebelastung (GL) bezieht im Gegensatz zu reinem Zucker auch die Kohlenhydrat-Dichte der jeweiligen Nahrung mit ein. Zum Beispiel haben die gekochten Karotten und das Baguette-Brot in etwa den selben Glykämieindex (?), aber die Kohlenhydrat-Dichte von 7,1 Gramm pro 100 Gramm Nahrung ist signifikant niedriger als die von Baguette-Brot (33,6 Gramm pro 100 Gramm).

Bei Karotten ist die Glykämiebelastung signifikant niedriger als bei Butter. Infolgedessen verursachen 100 Gramm gekochter Karotten einen viel niedrigeren Blutzuckeranstieg als 100 Gramm Baguette-Brot, obwohl der selbe Glykämieindex verwendet wird. Der Befund zum glykämischen Index von Nahrungsmitteln trug zu einem verbesserten Verstehen der Energieversorgung bei körperlichen Anstrengungen bei.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aufnahme von Nahrungsmitteln mit einem hohen glykämischen Index 30 bis 60 min vor der Exposition zu vorzeitiger Müdigkeit führen kann. Nach einem Insulinpeak sinkt der Glukosespiegel gleich zu Anfang der Exposition, der Glykogenspeicher wird geleert und freie Fettsäuren werden schnell abgebaut.

Vielmehr sollten Lebensmittel mit einem höheren Kohlenhydratgehalt und einem durchschnittlichen glykämischen Index konsumiert werden, um eine konstante Energiezufuhr aus Kohlehydraten zu sichern, was nur möglich ist, weil ein hoher Insulinspiegel nicht vorhanden ist. Außerdem wurde festgestellt, dass die Zufuhr einer nicht zu großen Anzahl von Kohlehydraten mit hoher glykämischer Indexierung direkt nach körperlicher Anstrengung vorteilhaft ist, da sie besonders rasch ins Gehirn gelangen und auch die Absorption von Calcium- und Magnesiumionen im Verdauungstrakt beschleunigen, was zu einer sehr raschen Auffüllung der Energievorräte führen kann.

Nahrungsmittel mit hohem GI verursachen einen erhöhten oder verlängerten Blutzuckerwert, der dann zu einer stärkeren Freisetzung von Insulin geführt hat. Daher gehen einige Autorinnen und Autoren davon aus, dass als Konsequenz des Konsums von Nahrungsmitteln mit hohem GI nach etwa 2 bis 4 Std. eine Unversorgung mit Energiequellen im Blut entsteht (Hypoglykämie).

Dies stimuliert den Konsum von Nahrungsmitteln, die den Blutzuckerspiegel rapide erhöhen, was vermeintlich zu einem Kreislauf und letztlich zu Fettleibigkeit führen soll. Es wird jedoch allgemein angenommen, dass der stark gesunkene Blutzuckerspiegel bei Nahrungsmitteln mit einem hohen glykämischen Index zu Verdauungsänderungen, einschließlich eines Hungergefühls[5], und damit zu einer Wiederaufnahme der Nahrung führen kann.

Die glykämischen Indexe wurden für Forschungszwecke als Laborwerte ermittelt und sind für die tägliche Nahrung nicht sehr praktisch. Es wird die Blutzuckerantwort auf die Aufnahme von 50 Gramm Kohlenhydrate, die über ein spezielles Nahrungsmittel geliefert werden, und nicht die Antwort auf 100 Gramm Nahrung beschrieben. Beispiel: Das Zuckergehalt von gegartem Mohrrüben ist 70 (neuere Studien weisen auf einen niedrigeren Gehalt hin).

Weil Karotten sehr wenig Kohlenhydrate enthalten, müsste man etwa 800 gr Karotten essen, um 50 gr zu liefern. Der Verzehr von 104 gr. Baguette-Brot bewirkt den gleichen Zuwachs an Blutzucker wie der Verzehr von 800gr. Dabei gibt es große Einzelschwankungen: Die gleichen Nahrungsmittel verursachen nicht den gleichen Blutzuckerspiegelanstieg bei anderen.

B. Roberts: Langfristige Auswirkungen von 2 energiebeschränkten Diäten, die sich in der glykämischen Belastung unterscheiden, auf die Einhaltung der Diät, die Körperzusammensetzung und den Stoffwechsel in CALERIE : eine 1-y randomisierte randomisierte randomisierte kontrollierte Studie ; Am J Clin Nutr. 2007 Apr. 85(4):1023-1230, PMID 1741310101. S: Vega-Lopez, L. M. Ausman, J. L. Griffith, A. H. Lichtenstein: Variabilität und intraindividuelle Reproduzierbarkeit der glykämischen Indexwerte für kommerzielles Weißbrot; Diabetiker.

Juni 2007;30(6):1412-1417. Folge 2 3. MÄRZ 2007. S Mettler, F Lamprecht-Rusca, N Stoffel-Kurt, C Wenk, P C Colombani: Der Einfluss des Trainingszustandes der Probanden auf den glykämischen Indiz. Beziehungen der oberen gastrointestinalen Motorik und Sinnesfunktion mit glykämischer Kontrolle; Ernährung. Lebensmittel mit hohem glykämischen Gehalt, faim t und obésité: Gibt es einen Zusammenhang?

Stefan Weigt: Wozu dient der Blutzuckerindex?

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