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Wiki Twitter, Noch kein Server gefunden? Inhaltverzeichnis Die weissen, lateral zugeknöpften Gamaschen, die in dieser Zeit auch von ungerittenen Beamten trugen, sind leicht zu erkennen. Ein Faltenbalg (Camouflage, Beinwärmer, Manschette) ist ein Bekleidungsstück, das mit dem Fuß verbunden ist und einen Teil des Fusses und des Beins - zum Teil bis zum Bein - umhüllt. Die Gamaschen können aus Stoff, Segeltuch, Plastik oder Glattleder sein, können umwickelt, zur Seite verschnürt oder zugeknöpft werden.

Diese sind zum Schutz vor Verletzung, Verschmutzung, Kälte und Nässe konzipiert und dienen - in einer festeren Version für knöchelfreie Schuhe - der Stabilisierung des Knöchelbereichs. Die Gamaschen wurden in der Vergangenheit hauptsächlich beim militärischen Bereich eingesetzt und werden auch heute noch in den verschiedensten Bereichen des Sports und bei der Pferdezucht eingesetzt. Die Gamaschen, die mit einem Stoff- oder Lederbügel vor der Ferse der Schuheinlage festgehalten wurden, wurden entweder als kniehohe Version über die Hosen geknöpft oder - besonders während und nach den Koalitionskämpfen - in verkürzter Version unter den Beinen der Hosen getragen.

Unbefugte Beamte hatten zunächst Gamaschen an, bekamen aber um 1780 Schuhe. In der ersten Hälfte desselben Jahres wurden die Gamaschen in vielen Staaten, jedenfalls in der Knielange -Version, nicht verwendet und traten in modifizierter Fassung erst in der zweiten Jahreshälfte wieder auf.

Von da an fehlten meist die Stege, die die heute sehr oft verwendeten Ledermanschetten am Fuss fixierten. Aber noch im zwanzigsten Jh. gehören kalbshohe Stoff- und Ledermanschetten zur Militärausrüstung vieler Armee. Nicht nur funktionale Überlegungen, sondern auch ein dramatischer Materialengpass führte im Laufe des Ersten Weltkriegs zu einer Teilübernahme durch die Bundeswehr.

Wechselgamaschen wurden auch bei montierten Truppen anders eingesetzt als ihre normalen Gamaschen. Im Zweiten Weltkrieg wurden in vielen Heeren Gamaschen aller Arten gefunden. Die Gamaschen sind im Laufe der Zeit in den meisten Militärs als Teil von Feld- und Arbeitsanzügen verschwunden und sind heute, wenn überhaupt, nur noch in Paradeuniformen zu sehen.

Bis in die siebziger Jahre benutzten einige Paramilitärs wie der Bundesgrenzschutz Knöchelstulpen. In ihrer Entstehungsphase orientierte sich die Wehrmacht zunächst an dem US-Modell mit tief geschnürten Stiefeln und Manschetten. Ab den 1960er Jahren wurden jedoch hoch angeschnürte Stiefel verwendet, die bereits im Unterschenkelbereich selbst ausreichend Stütze und Schutzwirkung hatten, so dass heute nur noch wenige Truppeneinheiten Flecktarnstiefel mit Klettverschluss als Feuchtigkeitsschutz auftrugen.

Im Volksmund ist der Gamaschenservice zum Begriff für einen umständlichen, kleinlichen Service ohne erkennbare Bedeutung geworden. Auf zivilem Gebiet gehört die kräftig verkürzte Stulpe mit Bügel, die kaum den Knöchel bedeckt, zu den Modeaccessoires der Biedermeierzeit, die vor allem von edlen Männern hochgehalten wurde. Die Gamaschen wurden zu Knöchellängen geschnitten.

Der Faltenbalg gerät dann als modisches Accessoire weitestgehend in Vergessenheit und wird ab 1900 als integraler Teil des Cutaway wieder eingesetzt, dieses Mal in einer Version aus weißer schwerer Wolle mit weichem Innenleben. Die Sommerjacke enthielt champagnerfarbige Stulpen mit Lederbrücke und passend zum Winterschutzanzug Ausführungen in grober Wolle.

Es gab auch eine besondere Manschette für Sport. Die Gamaschen wurden damals im Prinzip nur mit Tagesanzügen und knöchellanger Hose angezogen, meistens ohne Umschlag, also in einer Wadenversion zwischen 1915 und 1917 mit der Kriegskrinoline. In der ersten Jahreshälfte der 1920er Jahre verliert die Manschette zunächst ihre Position im Modebereich.

Ab der zweiten Jahreshälfte der 1960er Jahre wurden Gamaschen in knielanger Ausführung in Minilängen gefertigt. Als Strickausführung der Gamaschen können die Anfang der 80er Jahre erschienenen Beinlinge angesehen werden, die auch heute noch oft beim Ballet oder beim Aerobics getragen werden. Neben dem Einsatz im Re-enactment oder Fasching ist die Stulpe heute nur noch eines der typischen Gewänder von Scrooge Duck in der Öffentlichkeit.

Dabei wird der Faltenbalg von vorne um den unteren Beinbereich umreift. Eine lange Fußklinge sorgt für den sicheren Halt der Schnürsenkel am Fuß und ein Bügel unter der Fußsohle für einen sicheren Halt der Manschette. Seit 1900 ist die Manschette im Sport- und Freizeitsektor populär geworden. Auch heute noch werden Gamaschen zum Schutze vor Verschmutzung, Regen und Frost beim Fahrradfahren, Skilaufen, Bergsteigen und Bergwandern eingesetzt.

Mittlerweile gibt es auch Expeditions-Schuhe für den Hochgebirgssport mit integrierten Gamaschen. Die Gamaschen werden auch in unterschiedlichen Ausführungen zum Schützen des Pferdebeines, vor allem des Kanonenknochens, des Fesselkopfes und der Spannglieder beim Ritt oder Autofahren verwendet. Gerade im Spring- und Offroad-Sport sind Gamaschen unentbehrlich, da bei der Überwindung von Hindernissen ein enormes Verletzungsrisiko entsteht, das zu erheblichen Belastungseinschränkungen des Tieres führt.

Die Gamaschen unterstützen zudem das Bein des Pferdes, was das Risiko von Verdrehungen und damit von Folgeschäden an Sehnen, Knorpel und Knochen reduziert.

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