Futter Hufrehe

Hufrehe im Futter

Inwiefern entsteht Hufrehe und wie kann sie wirksam verhindert werden? Liegt ein Überschuss an Stärke vor, bleibt im Darm nicht genügend Zeit, um das Futter abzubauen. Die möglichen Gründe sind in der Ernährung zu finden.

Die Zahl der Hufrehe hat in den vergangenen 10 Jahren stark zugenommen. Hufrehe bei Pferden ist eine ernährungsbedingte Erkrankung. Bei der chronischen Hufrehe handelt es sich um das Equine Metabolic Syndrome (EMS) und das Equine Cushing Syndrome (ECS). Im Falle einer Hufrehe wird davon auszugehen, dass die Ursachen eine einseitige Zufuhr von Nährstoffen sind.

In der Regel sind beide Hufe befallen und die Tiere bemühen sich, sich zu erholen. Zusätzlich zur Schmerzfreiheit leiden oft auch die Aufhängevorrichtungen des Hufbeines unter den Schocks, so dass die Spitze des Hufbeines sinkt oder der Hufbein sich dreht.

Das Ausmaß der Absenkung der Hufknochenspitze hängt offenbar von der Schwere der Hufrehe und der Standfestigkeit des Hufes ab. Ein Mangel an Nährstoffen in Relation zu nichtenergetischen Nährstoffen, vor allem Mineralstoffen und Spurenelementen, aber auch polyungesättigten Säuren, verursacht durch eine unzureichende Ernährung oder durch einen höheren Bedarf an Nährstoffen, der durch Stress und unerkannte Schmerzen verursacht wird, schwächt den Huf-Komplex.

Manche dieser Toxine sind offenbar gefäßverengend und können Hufrehe verursachen. Die Situation bei chronischer Hufrehe ist komplizierter. Dabei wird ein hoher Insulingehalt durch zu hohe Blutzuckerwerte infolge ständiger Überernährung als Ursache vermutet. Bei chronischer Hufrehe spielt vermutlich auch eine Allergie, eine eventuelle Leberschwäche oder ein langwieriges Darmproblem mit instabiler Darmflora eine große Rolle. 2.

Doch da viele Tiere trotz der reinen, gut gemeinten Fütterung mit Heu und massiver Einschränkung der Energiezufuhr laufend an der Hufrehe mitwaschen, kann die einzige Grundursache nicht in einer übermäßigen Zufuhr von Kohlenhydraten gefunden werden. Eine Vergiftung im weiteren Sinn kann der Grund für den so genannten Vergiftungstod sein. In der Vergiftung können Rehe, giftige Pflanzen und Drogen (wie Kortison-Dosen - und nicht selten) die Ursachen von Hufrehe sein.

Auch die durch fehlerhafte Gärung verursachten Zersetzungsprodukte in der Silierung können eine Hufrehe induzieren. Die Hufrehe aufgrund einer kriechenden Stoffwechselbelastung durch die tägliche Überlastung der Tiere mit Zusatzstoffen wie Aroma- und Konservierungsmitteln, Produktions- und Verkaufszusätzen wird zur Zeit nicht wirklich ernst genommen. Wenn die entgiftenden Stoffwechselorgane an ihre Grenzen stoßen, kann schon eine simple Entwurmung oder Vakzination eine Hufrehe als GAU anstoßen.

Auf Kortison reagiert eine Vielzahl von Pferden schon bei geringen Mengen mit Hufrehe. Anders als in der Vergangenheit wurden in den vergangenen Jahren immer mehr Tiere, auch spezielle Rassen, mit Fertignahrung versorg. Gewöhnlich sind eine kräftige Melassifizierung, eine Konservierung des Feuchtfutters mit chemischen Mitteln, die geschmackliche Verbesserung durch verschiedene Aromen und Süßungsmittel oder der Zusatz von ätherischen Ölen.

Selbst wenn dies für die meisten Fütterungspferde keine Rolle spielt, sind Ausnahmeregelungen einfach nicht in der Lage, weitere metabolische Belastungen zu akzeptieren. Manche der oft leicht verfütterten Tiere tendieren zu Durchfällen und Fäkalwasser, bevor es zu Hufrehe kommt. Was tun gegen die Hufrehe? Besteht die Gefahr einer Hufrehe, steht in erster Linie die Vermeidung von Überfütterung oder Entgleisungen und die Anpassung der Futtermenge an den Bedarf an Energie im Vordergrund.

Das bedeutet, dass ein Hufrehepferd nicht den ganzen Tag grasen sollte. Das Futterverhältnis muss auf Güte, Quantität und Zusatzstoffe überprüft werden. Weil dieser Sachverhalt allgemein nicht bekannt ist und FDH (eat half) als Ernährungsanweisung erteilt wird oder das Tier ohne Ergänzung dieser Futterrationen ohne situationsbezogene Mineralisation ausschliesslich mit Futter ernährt wird, kommt es zu einer weiteren und damit tödlichen Entgleisung des Mineralhaushaltes.

Dies betrifft vor allem die Spurelemente. Das öffnet die Türe zur Hufrehe. Sind keine Fütterungsfehler erkennbar, kann ein Fehlen des Spurenelementes Mangan für die Entwicklung einer Hufrehe entscheidend sein. Hufrehe ist häufig die Ursache für eine Hufrehe bei hoch tragenden Zuchtstuten.

Zur Vorbeugung von Hufrehe dient es als Bioaktivator für entsäuernde Enzym-Komplexe. Von besonderer Bedeutung ist der Leberschutz bei Hufrehe gefährdeten Tieren. Wenn das Risiko einer Leberfunktionsstörung vorliegt, ist es ratsam, zumindest temporär auf aromatisiertes Futter zu verzichtet. Das gut gemeinte, reichlich vorhandene Heu, das die besten Heueigenschaften für das Tier vernachlässigt, ist das Damoklesschwert für die Gesundheit der Leberer.

Heu oder Silagen sind für das Pferd nicht gut verträglich, da sie biogene Amine enthalten, die von der Haut zersetzt werden.

Mehr zum Thema