Fohlen Füttern

Fütterungsfohlen

Die Fohlen werden ohne Antikörper gegen Krankheitserreger geboren. Altpferde, Absetzer und Fohlen haben einen höheren Bedarf an optimaler Pferdefütterung, obwohl die Fütterung im Grunde genommen keine andere ist. Fütterung von Fohlen und Jährlingen nach Bedarf Aber man muss sich die folgende Fragestellung stellen: Können wir diese blutbefleckten Tiere noch so füttern, wie wir es vor 20 Jahren getan haben? Und noch einen weiteren wichtigen Schritt: Können wir diese Tiere wie vor 100 Jahren füttern? Was sind epigenetische Einflussfaktoren wie Halten und Füttern?

Wie immer ist die Zucht und Verfütterung von Vollblut auf großen Flächen, die es den Stämmen ermöglichen, auf diesen hochkultivierten, scheinbar endlosen Wiesen Rasen zu fressen, vorbildhaft.

Wird der Nahrungsbedarf der Absetzer abgedeckt? Inwiefern kann der Nahrungsbedarf des Jungtiers durch einfaches mineralisches Futterriedriedigt werden? Zwischen dem sechsten und zwölfsten Lebensjahr bringt ein warmblutes Fohlen, dessen Körpergewicht als adulte Pferde etwa 600 Kilogramm betragen sollte, das durchschnittliche Gewicht auf etwa 300 Kg. In den ersten Monaten des Lebens beträgt der Proteinbedarf der heranwachsenden Fohlen 3 gr pro kg des Körpergewichtes und sinkt dann auf etwa 1gr ab.

Deshalb wird der Bedarf an Protein für ein Absetzmittel auf ca. 610 g verdaubares Roheiweiß geschätzt. Der Ferkel wird mit Futter von Stroh und Rasen gefüttert, von denen er täglich mind. 6 kg zur Deckung seines Eiweißbedarfs aufnimmt. Mit einem Proteingehalt von ca. 50 g pro kg sind wir bei 300 g liegt.

Das Füttern von Hafern mit mindestens ein bis zwei kg Weizen pro Tag (ca. 85 g Rohprotein) führt zu einer Verbesserung der Lage auf ca. 410 g. Die Kalziumzufuhr der Ferkel ist im Lebensalter zwischen dem 7. und 12. Monat mit 39 g pro Tag am größten. Beim Füttern von 6 kg Heuballen oder

Rasen (4,5 gr. Kalzium pro Kilogramm) benötigt natürlich einen Zusatz von Kalzium. Die Phosphor-Anforderung beträgt 21 gr pro Tag, die nur unzureichend durch Heuballen und Gräser abgedeckt wird (2,5 gr Phosphor pro Kilo). Dazu tragen insbesondere die Haferflocken mit 3,2 gr Phosphor bei. Eine der ersten Errungenschaften in der Lebensmittelphysiologie war die Bestimmung des Protein-, Kalzium- und Phosphorbedarfes von Zuchttieren.

Die Nährstoffgehalte für die Nährstoffe von Magnesit oder Spurenelementen wurden erst viele Jahre später bestimmt. Nicht auszuschließen ist, dass geringere Mengen an Calcium, Phosphor und Protein vorstellbar sind, wenn der Bedarf an Magnesium und Spurenelementen perfekt gedeckt wird. Grundsätzlich sind auch die mineralischen Calcium- und Phosphorverbindungen in marktüblichen Mineralfuttermitteln fragwürdig.

Die Magnesiumzufuhr des heranwachsenden Fohlens sollte nicht unterschätzt werden. Die Anforderung beläuft sich auf mind. 20 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und kann daher ab 8 Milligramm pro Tag als abgedeckt erachtet werden. Qualitätsheu hat einen Magnesiumgehalt von ca. 2 g pro kg, daher wird davon ausgegangen, dass der Verbrauch an Magnesit abgedeckt ist. Weil die für die Aufzucht zur Verfügung stehenden Mittel in der Regel knapp bemessen sind, verwendet der Züchter handelsübliches mineralisches Futter in der Regel ein platzsparendes, einfaches Strickmolekül, dessen körpereigene Versorgung bei schwerwiegenden Defiziten bestenfalls gewährleistet ist und dessen Nährstoffversorgung im Blute, aber nicht notwendigerweise im Gewebesystem nachweisbar ist.

Die Sicherstellung des Spurenelementebedarfs bereits in der Stute, der Stillzeit und der Fohlenzucht ist sinnvoll. Untersuchungen, die die Entstehung von Knorpelschädigungen bei Fohlen aufgrund von Kupfermangel bestätigen, können beinahe als alte Hüte bezeichnet werden. Warzen, Mauke, Bronchitis, Infektionen, Wundheilung und letztendlich Kastrationsstörungen sind die offenkundigen Zeichen für einen Zink-Mangel in der Zucht.

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