Ferkelfutter

Schweinefutter

Durch eine kontrollierte Ferkelaufzucht legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Mast. Neues Starterfutter bietet mehr Sicherheit für abgesetzte Ferkel. Die Rohfaser im Ferkelfutter ist für die Tiergesundheit von Vorteil, da das Durchfallrisiko reduziert wird.

Kauf von Ferkelfutter und Futternäpfen

Durch eine kontrollierte Ferkelhaltung schaffen Sie den Grundstein für eine gelungene Aufzucht. Aus diesem Grund gibt es hier eine große Anzahl von Futter und Accessoires für die Aufzucht. Wir bieten neben Schüsseln und Tröge für die Futterverteilung, Tränke für die Aufnahme von Flüssigkeiten, Accessoires für die manuelle Fütterung und Produkte für die Stall-hygiene auch Kinderzahnringe und Kugeln für Schweine an.

Wähle die Futterkörbe in der passenden Grösse aus rostfreiem Stahl oder Plastik für deinen Einsatz. Muttermilch, Elektrolyte und andere spezielle Futtermittel sorgen für ein gesundes Wachstum der Ferkel. Mehl oder pulverförmige Zusätze können unmittelbar in die Förderleitung gegeben werden.

Zielsetzungen in der Ferkelhaltung und Parameter zur Fütterungsoptimierung

Die zielgerichtete Zufuhr von Nährstoffen, Mineralien und Wirkstoffen leistet einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung einer guten Aufzucht! Dies wird durch die vielen Praxiserfahrungen und die verschiedenen Testergebnisse für die Fütterung von Schweinen auf der ganzen Welt verdeutlicht. Doch welche Faktoren sollten bei der Optimalisierung und Fütterung von Ferkelmischungen berücksichtigt werden, um die Leistungsfähigkeit und Lebensfreude der Ferkel zu begünstigen?

Das grundlegende Anliegen der Ferkelzucht ist es, eine relativ simple Rezeptur zu entwickeln. Für die Konkretisierung oder besser gesagt für die Umsetzung wird immer wieder folgende Faustformel genannt: "Freudige, vitale Ferkel sollten generell angenommen werden, wenn die Ferkel ein Mindestmasse von 27 kg in weniger als 70 Tagen des Lebens haben.

"Für den Ferkelhalter sind natürlich ebenso wichtig, dass die konstant guten Zuwächse in aufeinander folgenden Runden eingehalten werden, um die verfügbaren Stallkapazitäten auszulasten. Bei starker Zunahme der Ferkelhaltung kann es zu einer sehr verhaltenen Erstmast kommen. Deshalb sollten die Phasen der Einspeisung als Standard ausgeführt werden (siehe Tabelle 1). Die wichtigsten Parameter sind in Grafik 2 dargestellt.

Die folgende Förderkurve gibt eine gute Orientierungshilfe für eine leistungsabhängige Futtermittelverteilung in Bezug auf das Frischgewicht (siehe Grafik 3). Nachdem die Schweine entwöhnt und im Ferkelstall untergebracht wurden, muss eine ausreichende Versorgung mit qualitativ hochwertigen Starternahrung und Wasser gewährleistet sein. In jedem Falle soll eine Phase des Hungers oder Durstes verhindert werden, sonst droht die Gefahr, daß die Tiere in ein zu großes energetisches Defizit abrutschen und die Entwicklung bzw. Anpassung des Verdauungsapparates massiv nachlässt.

Damit sich die Enzymverdauung und die sich bildende Microflora sowie das Darm-assoziierte Abwehrsystem optimal entfalten können, müssen Nahrung und Wasser eine gute Durchgängigkeit haben. Das wird vor allem durch eine Auswahl von Komponenten erzielt, die auf die Ferkelentwicklung abgestimmt sind. Im Überblick 4 sind die verschiedenen hochwertigen Protein- und Energiequellen für die Frühphase der Aufzucht von Ferkeln aufgelistet.

Angestrebt wird ein Grundnahrungsmittel mit mindestens 7 Gramm pro 100 Gramm rohem Eiweiß. Diese Anforderung wird von den Tierproteinträgern Magermilchpulver, Molkenpulver, Heringsmehl und dem wieder zugelassenen Plasma erfüllt oder übertroffen, wie aus der Liste der zu verabreichenden Lebensmittel in Abbildung 4 ersichtlich ist. Ist auch klar, dass die qualitativ hochstehenden Energiequellen kaum lysinhaltig sind, wird klar, dass leistungsfähige Ferkelmischungen ohne den Zusatz von freien Lysinen und anderen essenziellen Fettsäuren nicht gefahrlos kombiniert werden können.

Um die Entwöhnungsphase zu erleichtern, sollte ein Einstiegsfutter immer einen entsprechenden Teil der Milcheiweißkomponenten in der Futtermittelmischung haben. Zum einen wegen der guten Verträglichkeit der Proteine, aber auch um eine bestimmte Konzentration an hochverdaulicher Lactose (Milchzucker) zu bieten. Bei Ferkeln, die hauptsächlich mit Sauermilch gefüttert werden, kann dieser Nährwert sehr gut genutzt werden, um Energie zu produzieren und die Nährstoffverdauung zu verbessern.

Bei Jungferkeln wird die Ansäuerung des Futters zunächst hauptsächlich über die Bildung von Milchsäure aus derselben Laktose durchgeführt. Auf jeden Fall sollten Jungferkel in kommerzielles Sojamehl mit ca. 43% Roheiweiß mit allmählich ansteigendem Anteil eingeführt werden. Deshalb sollte das erste Grundnahrungsmittel außerdem hochwertiges, industriell hergestelltes Sojaprotein-Konzentrat enthalten.

Indem hochwertige Proteinträger mit einer höheren Lysin-Konzentration im Roheiweiß angeboten werden, kann zugleich ein geringstmöglicher Rohproteinanteil im Tierfutter genutzt werden. Die positiven Auswirkungen eines reduzierten Rohproteingehalts im Ferkelfutter auf die Verdauungsprozesse wurden bereits mehrmals in diversen Futterversuchen nachgewiesen.

Dies war auch im Hause Düsse der Fall, wo ein um 1% niedrigerer Rohproteinanteil, statt 18,4% nur 17,4% Roheiweiß, weniger Diarrhöebehandlungen erforderlich machte und die Leistung der Schweine signifikant steigerte (siehe Grafik 6). Inwiefern die Verwendung von hochwertigem Fischmehl in der Ferkelhaltung in Gestalt von fischmehlhaltigen Futterzusätzen sehr von der Größe und Güte der bereits zugemischten hochqualitativen Proteinträger abhängt.

Wenn diese, z.B. Carnitine, jedoch bereits über einen bestimmten Anteil an Molkereiprodukten in das Ausgangsfutter abgegeben werden, ist die Verwendung von Fischmehl prinzipiell nicht zu erzwingen. Selbstverständlich eignet sich verdautes Cerealien neben bestimmten Mengen an Hafer- oder Gerstenflocken oder genormten Biskuitmehlen natürlich auch als hochwertiger Energielieferant im Startfutter für frisches abgesetztes Junggesellinnenfutter.

In der Starternahrung sollte der prozentuale Gehalt an vorwiegend verdauten Energieträgern mindestens 25 Prozent sein. Ein möglicher Aufbau von Mischfutter für die dreistufige Ferkelhaltung ist in Schaubild 5 dargestellt. Es wurde zwischen zwei verschiedenen Vorgehensweisen gewählt, und zwar auf der Grundlage von einzelnen Komponenten und auf der Grundlage von proteinreichen Zusatzfuttermitteln einschließlich des Einsatzes eines Ready-Starters.

Die vorgeschlagene Strategie macht ganz klar, dass der Gehalt an sehr guten Bestandteilen mit steigendem Lebendvolumen der Tiere zunimmt. Beispielsweise wird das qualitativ hochstehende Vollblutplasma nur in der Starternahrung mit 4% nachgestellt. Bei den Experimenten im LZ HAUS DÜSSE konnte nachgewiesen werden, dass vor allem die Güte des zuerst entnommenen bzw. in das Tierfutter gemischten Einzelfuttermittels auch einen hohen Einfluß auf den gesamten Aufzuchterfolg hat (siehe Grafik 6).

Zusätzlich zu den großen Pipelines wurde auch die Lebenskraft der Versuchstiere wiederhergestellt. Daraus ergibt sich der berechtigte Schluss, dass sich beim ersten Start die sicher gestiegenen Futtermittelkosten oft auszahlen. Die Nahrungsaufnahme wird neben der Bekömmlichkeit und Verwendbarkeit des Futtermittels mehr oder weniger maßgeblich von der Struktur des Futtermittels, der Gleichmäßigkeit, dem Hygienezustand und natürlich der Darreichungsform des Futtermittels mitbestimmt.

Wie weit ein mangelnder Hygiene-Status im Ferkelfutter möglich ist, konnte in einem Fütterungsexperiment mit stark mykotoxinbelastetem Getreide im LZ Hause Düsse im Jahr 1998 sehr deutlich gezeigt werden. Im Vergleich zur Vergleichsgruppe mit unverschmutztem Getreide aßen die in der Testgruppe befindlichen Schweine ca. 39% weniger Futternahrung, statt 269 Gramm nur 165 g/pro Tag.

Entsprechend sanken die täglichen Zuwächse um 65% (siehe Grafik 6). Tabelle 7 gibt eine Orientierungshilfe für die Klassifizierung des Hygiene-Status im Ferkelfutter. Vor allem bei der Verwendung von Flussfutter ergibt sich die Problematik einer genügenden Homogenität des Futters, da hier die Risiken einer Flussfuttertrennung noch viel früher als bei Trockenfutter auftritt.

Bei der Dosierung des Futters muss das Futters natürlich rasch genug gleichmässig in der Futterkrippe verteilt werden. Dies erfordert bestimmte Mengen an Wasser im fließenden Einlauf. Zersetzte Bestandteile wie Molke oder fermentierte Getreidearten erlauben niedrigere Mengen Wasser pro kg Futtermittel, da die Zähigkeit des Futters sinkt und es zugleich weniger anfällig für Segregation ist. Andernfalls droht die Gefahr, dass einige der Versuchstiere nicht genügend Nahrung bekommen und zu wenig versorgt werden.

Zugleich droht aber auch die Möglichkeit, dass ein Teil des Futters viel später oder gar nicht verzehrt wird. Der geforderte hohe Hygienestandard des fließenden Futters wird dadurch keineswegs begünstigt. Erfahrungsgemäß sollte daher in der Aufzucht von Ferkeln anstelle von mehlförmigem Tierfutter zumindest zerbröckeltes Tierfutter verwendet werden. Darüber hinaus kann durch den zielgerichteten Gebrauch von bestimmten Gesteinsmehlen die Erhaltung eines größtmöglichen Gleichgewichts des fließenden Futters gefördert werden.

In der Trockenfütterung hat sich der Gebrauch von Pellet- versus Mehlfutter durchgesetzt. Das zeigt auch der kürzlich fertiggestellte Futterversuch im LZ Hause Düsse (siehe Grafik 6). Daß auch im Trinkwasser ein hohes Maß an Hygiene gefordert ist, wurde im Düsseldorfer Test für den 2%igen Dauereinsatz von Chlordioxid in Ringkanalrohren nachgewiesen. Tägliche Zuwächse von 9% (siehe Grafik 6).

Beim Zusammenstellen von Ferkelmischungen müssen grundlegende Anforderungen eingehalten werden, bevor weitere, besondere Zusatzstoffe berücksichtigt werden. Die gezielte Wahl von hochwertigen Bauteilen für die Starterfütterung ist sehr wichtig, um eine hohe Futteraufnahme zu erreichen. Die vergärungsfördernde Zubereitung und Fütterung dieser und anderer Bestandteile ermöglicht eine sehr gute Kontrolle der Futteraufnahme bei gleichbleibend hohem Futteraufkommen.

Ein höchstmöglicher Hygienestandard durch Verarbeitungs- und Fütterungstechnik ist natürlich von größter Wichtigkeit. Nicht zu vernachlässigen ist neben der Futter- und Futterhygiene die Erhaltung eines guten Hygienezustandes im Trinkwasser, denn besonders störende Krankheitserreger - vor allem Colikeime im Trinkwasser - können zu schweren Verdauungsbeschwerden führen. der

Mehr zum Thema