Cushing Pferd

Das Cushingpferd

Pferde-Cushing-Syndrom (ECS/PPID) ist die häufigste hormonelle Störung bei Pferden. Die Cushing-Krankheit betrifft vor allem ältere Pferde und Ponys. Wenn die Hormone" bei Pferden verrückt spielen. Bei der Diagnose des Equine Cushing-Syndroms müssen Sie schnell handeln.

Pferde Cushing-Syndrom (ECS) bei Pferden und Ponys

Klauenrehe, Tränensäcke, Fellprobleme, spröde Klauen - all diese Erkrankungen haben eines gemeinsam: Sie können durch das Cushing-Syndrom verursacht werden. Der Befund: Cushing. Und was ist Cushing? Das Cushing-Syndrom ist nach dem Neurologen Harvey Williams Cushing genannt und zeichnet sich durch einen Überfluss an Glukokortikoidhormonen aus. Glucose kann bei der Cushing-Krankheit nicht mehr genügend aufgespalten werden und verhält sich wie Gifte im Organismus.

Der Grund für das Hormon-Problem beim Cushing-Syndrom ist in der Regel eine Krankheit, wie zum Beispiel ein Ulkus, die Hirnanhangsdrüse. Eine massenhafte Einnahme von Glukokortikoiden (z.B. Kortison), die als entzündungshemmende Mittel verwendet werden, muss nach Meinung einiger Tierärzte ebenfalls als Grund betrachtet werden - daher sehr bedeutsam für Cushing's Pferde: keine solchen Arzneimittel einnehmen!

Ein gesundes Pferd erhält ein sogenanntes negatives Feedback mit einem erhöhten Cortisolwert. Dies bedeutet, dass die Hirnanhangsdrüse "Rückmeldung über die ausreichende Menge an vorhandenem Kortisol erhält" und die ACTH-Produktion stoppt. Cushing-Pferde verfügen jedoch nicht über diesen bedeutenden Botenstoff Dopamin, so dass kein Feedback stattfinden kann und ATCH weiterhin ohne Hemmung auskommt.

Der Cortisol-Spiegel entspricht somit nicht mehr dem Tagesrhythmus eines gesünderen Tieres, sondern blieb weitestgehend gleich (Hyperkortisolismus). So ist der Metabolismus des Tieres aus dem Lot geraten und verursacht Krankheitserscheinungen. Tierärzte zögern, über typische Symptome des Equine Cushing-Syndroms zu reden, da sie sehr verschieden ausfallen.

"An dieser Stelle wird Ihnen jeder Veterinär raten, Ihr Pferd auf Cushing zu testen", erläutert Dr. Clemens Kampmann von der Pferdeklinik in Wahlstedt, Schleswig-Holstein. "Andernfalls empfehle ich solche Untersuchungen, wenn das Pferd pathologische Änderungen zeigt, die nicht erklärbar sind. "Zum Beispiel ist ECS laut einer Untersuchung in Amerika die häufigste Erkrankung.

Bei Pferden über zwölf Jahren kommt es häufig zum Equine Cushing-Syndrom. Dr. Kampmann hat einen Patient, der das 37. Lebensjahr mit Cushing hat. Immer häufiger begegnen den Tierärzten aber auch jüngere Tiere und Ponys, selbst Drei-Jährige können bereits davon befallen sein. Dr. Kampmann geht davon aus, dass es in jeder tierärztlichen Praxis etwa drei bis vier Patientinnen mit Cushing gibt.

Die Lebensdauer eines Cushing-Pferdes hängt von der persönlichen Versorgung und Krankenpflege, der Haltung, der Ernährung und der Therapie dieser Hormon- und Stoffwechselerkrankung ab. Wird ECS bei einem Pferd festgestellt und therapiert, kann es mit dem Medikament ein weitestgehend normalisiertes und symptomfreies Leben vor sich haben. Das Pferd zum Beispiel wird schneller müde als zuvor und erscheint unempfindlich, beinahe deprimiert.

Das Pferd konsumiert oft wesentlich mehr und uriniert wesentlich häufiger. Nur wenn andere Zeichen hinzugefügt werden, werden die meisten Pferdehalter misstrauisch. An den Bärten und an den Ärmeln fällt dann einzelne lange Härchen aus und über den Ohren entstehen oft Dellen (fette Schwämme), wo andere Tiere kleine Grotten haben. Es verliert zusehends an Muskelmasse und erhält zugleich einen hängenden Bauch.

Eine weitere - und in einigen FÃ?llen das einzige - fÃ?hrende Symptom ist die Laminitis. Es kann auch Sinn machen, ein Pferd, das an Laminitis leidet, auf Cushing zu untersuchen. Es gibt zwei unterschiedliche Untersuchungen, um die Erkrankung zu finden. Mithilfe dieser Blutuntersuchung kann der ACTH-Wert bestimmt und die Erkrankung diagnostiziert werden.

Die Zielwerte der ACTH liegen je nach Pferd und Saison zwischen ca. 6,5 und 30,8 Picogramm. Zum Beispiel wird für den Zeitbereich von August bis einschließlich September häufig ein leicht angehobener Maximalgrenzwert von bis zu 47 pg/dl angezeigt und der ACTH-Wert wird vor allem durch akuten Schmerzzuständen wie z. B. Laminitis beeinflußt.

Im Frühstadium der Erkrankung wird häufig der TRH-Stimulationstest mit Ermittlung von ACTH vorgeschlagen. Andererseits gibt es den Dexamethason-Inhibitionstest zur Ermittlung von Cushing bei Tieren. Das Pferd erhält ein synthetisches Glucocorticoid (Dexamethason), das in der Regel die körpereigene Cortisolproduktion reduziert. Wenn das Pferd an ECS erkrankt, tritt dieser Einfluss nicht auf und der Cortisolspiegel im Blut ist zu hoch - eine Beschädigung durch das von außerhalb abgegebene Glucocorticoid ist nicht bekannt.

Prascend®, das den aktiven Bestandteil Pergolid beinhaltet, ist ein Arzneimittel zur Therapie der Cushing-Krankheit. Die Cushing-Krankheit ist nicht zu heilen, deshalb sollten die betroffenen Tiere für den Rest ihres Lebens mit Medikamenten versorgt werden. Solche Cushing-Tabletten können dem Pferd oft ein schmerzfreies und nahezu natürliches Pferdleben einbringen. Im Falle der Cushing-Krankheit sollte das frühere Futter angepasst und angepasst werden, um weitere Gesundheitsprobleme zu verhindern.

"Dies bedeutet, dass den betroffenen Pferden vor allem viel Ballaststoffe verabreicht werden sollten. "Dr. Kampmann rät auch davon ab, das Pferd mit diesem Hormonproblem zu viel zu fetten und auf die Protein- und Kohlenhydratzufuhr zu achten - der Organismus wandelt beides in Glukose um. Andernfalls können vorbeschädigte Tiere schneller Hirsche bekommen", sagt der Vet.

Cushing-Pferde, die sich noch im Trainingsstadium befinden, brauchen gelegentlich mehr Kraft als Ballaststoffe. Weil man auf eine stärkere reduzierte Futteraufnahme achten sollte, ist es empfehlenswert, das Korn durch andere Bestandteile zu ersetzten. Im Körper eines Pferdes wird Kraft in Form von Kohlenhydraten in der Zelle zu viel Strom erzeugt.

In Cushing's Fall ist dieser Umstellungsprozess jedoch beeinträchtigt. Eine eiweißreiche Ernährung, z.B. mit Sojabohnen, könnte ebenfalls ein Ansatzpunkt sein, da viele an ECS erkrankte Tiere bereits etwas länger alt sind und daher einen höheren Proteinbedarf haben. Beim Füttern von Cushing-Pferden sollten möglichst kohlenhydratreiche Nahrungsmittel (Stärke und Zucker) vermieden werden.

Konservierungs-, Aromastoffe oder Süßstoffe enthaltendes Futter ist ebenfalls nicht empfehlenswert, da diese über die Haut abgebaut werden und bei Cushing bereits vorher beladen sein können. Doch auch hier ist es wichtig, mit Ihrem Arzt zu klären, welche Komposition für das Pferd mit seinem derzeitigen gesundheitlichen Zustand sinnvoll ist. Gesunde Pferde produzieren ausreichend viel natürliches C in der Haut, bei erkrankten Pferde ist es gelegentlich notwendig, diese von aussen zu verfüttern.

Mit schlanken oder sportlichen Gebrauchtpferden ist es ein sinnvoller Zusatznutzen, bei übergewichtigen sollte man lieber darauf verzichtet werden. Achten Sie auch auf die Beweidung mit Cushing-Pferden, denn zu viel Frischgras kann gefährlich werden. "Cushing-Pferde sind anfällig für Laminitis, also muss man auf der Wiese vorsichtig sein. Besonders bei früher Beweidung sollten Cushing-Pferde einen hohen Zuckergehalt im Rasen vermeiden.

Die Pferdebesitzer von Cushing haben in einer Untersuchung der FU Berlin mit 38 Personen festgestellt, dass die Kombination der Therapie mit dem aktiven Inhaltsstoff Pergolid und einem besonderen Diätfutter für die Tiere sehr effektiv und sichtlich besser ist. Diese Spezialergänzung soll die Stressreaktion in der Ernährung von Cushing durch den Abbau von Nährstoffungleichgewichten reduzieren.

Teil dieser Nahrung ist der Pfeffer (lat. Vitamin Agnus-Castus), der auch in anderen Zubereitungen gegen die Cushing-Krankheit enthalten ist. Sie ist nicht nur als Nahrungsergänzung in den Zubereitungen von Cushing erhältlich, sondern auch als reine Kräuterergänzung zur Selbstversorgung. Ob die genaue Dosis und im konkreten Fall eine Begleittherapie mit Pfeffer überhaupt Sinn macht, sollte immer mit dem Behandler absprechen.

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